Was ist Borreliose
Die Borreliose ist eine bakterielle Infektion, die durch Zecken übertragen wird. Die Bakterien können sich über den Blutkreislauf im gesamten Organismus ausbreiten und dabei Gewebe und Organe nachhaltig schädigen.
Nach jedem Aufenthalt im Freien sollte der Körper nach Zecken abgesucht werden.
Die Gefahr einer Infektion steigt mit der Dauer des Saugaktes, da die Zecke das Bakterium „Borrelia burgdorferi“ erst gegen Ende ihrer „Blutmahlzeit“ in die Blutbahn einbringt. Für die Borreliose gilt daher: Je schneller die Zecke entdeckt und entfernt wird, umso geringer ist das Infektionsrisiko. Achten Sie darauf, dass sie vor allem kleine Zecken beim Herausziehen nicht quetschen, da hierdurch die Borrelien, die sich im Darm der Zecke befinden, in den Stichkanal injiziert werden könnten. Dadurch steigt das Borreliose Infektionsrisiko.
Achtung: Die FSME-Viren können unmittelbar nach dem Stich in die Blutbahn gelangen, da sie sich in den Speicheldrüsen der Zecken befinden. Daher schützt hier nur die vorbeugende FSME-Impfung!
Infektion durch Borrelien
In 50 bis 80% aller Fälle zeigt sich die Infektion durch einen roten Fleck auf der Haut, der sogenannten „Wanderröte“. Diese Hautreaktion ist, nach Expertenmeinung, ein sicherer Hinweis auf eine Borreliose. In diesem Fall sollte man so rasch wie möglich mit einer Therapie beginnen.
Im Gegensatz zur virusbedingten FSME kann die bakterielle Infektion der Borreliose mittels Antibiotika behandelt werden. Je früher der Therapiebeginn, desto höher sind die Heilungschancen. Achtung: Eine FSME-Impfung schützt nicht vor Borreliose.
Auch wenn die Wanderröte gar nicht auftritt, oder ohne Behandlung wieder verschwindet, kann die Infektion weiter voranschreiten. Weitere Merkmale sind: Anschwellen der Lymphknoten (in der Nähe des Stiches), grippeartige Symptome, Schwellung der großen Gelenke. Und es kann auch zu einer Verbreitung der Bakterien in anderen Organen, am häufigsten Zentralnervensystem, Gelenke oder Herzmuskel kommen. Je nachdem, welche Organe befallen werde, kann es zu Muskel- und Gelenksentzündungen kommen, am Herzen können EKG-Veränderungen, am Auge eine Bindehautentzündung beobachtet werden. Besondere Bedeutung hat auch der Befall des zentralen Nervensystems mit den verschiedensten, schwer zu diagnostizierenden Krankheitsbildern.
Wird die Borreliose in den Frühstadien nicht erkannt und behandelt, so können sich im Spätstadium chronische Erkrankungen der Gelenke, des Nervensystems und selten auch des Herzens entwickeln!

