FSME-Erkrankungen in Österreich

Durch die konsequente Kooperation der Ärzte- und Apothekerkammer, der ARGE Pharmazeutika, des Großhandels und der Pharmaindustrie gibt es in Österreich jährlich eine finanziell gestützte Impfaktion, deren international beispielgebende Aufklärungs- und Informationskampagne bereits seit 29 Jahren von Baxter intensiv gefördert wird.

Die  Grafik der Durchimpfungsrate/FSME-Erkrankungen zeigt eindrucksvoll, wie bei steigender Durchimpfung (86 Prozent im Jahr 2009) die jährlichen FSME-Erkrankungen drastisch gesenkt werden konnten. In der Vorimpfära waren bis zu 700 FSME-Erkrankungen zu verzeichnen, im Jahr 2009 wurden 79 Erkrankungen registriert. Dennoch sind weitere Anstrengungen notwendig, um die Anzahl der FSME-Erkrankungen weiter zu reduzieren bzw. die hohe Durchimpfungsrate der Bevölkerung aufrecht zu halten.

Denn in der Natur können Zecken weder gemieden noch ausgerottet werden.

Alters- und Bundesländerverteilung der FSME-Patienten

Ein Vergleich der vergangenen Jahrzehnte zeigt, dass die FSME-Erkrankungsfälle vor allem bei der jüngeren Generation rückgängig sind. Der Prozentsatz der an FSME erkrankten Personen unter 20 Jahren konnte seit dem Jahr 1971 um fast  95 Prozent gesenkt werden.

Wie schon in den vergangenen Jahren zeigt sich auch 2009, dass  die Generation ab dem 50. Lebensjahr besonders gefährdet ist. In diesem Alterssegment ist die hohe Zahl der FSME-Erkrankungen über Jahre gleich geblieben.  2009 waren mehr als 60 Prozent der FSME-Fälle aus dieser Altersgruppe. Doch bereits ab dem 40. Lebensjahr steigen die FSME-Erkrankungen auffällig an. Immerhin waren 68 FSME-Patienten (das sind fast 80 Prozent) älter als 40 Jahre. Österreichs FSME-Risiko wird im höheren Alter immer noch verharmlost, mit dem Resultat, dass jährlich mehr als die Hälfte der Erkrankungen die Generation 50 Plus betrifft. Die schwerwiegenden Folgen einer FSME-Erkrankung sind zu wenig bewusst.

Das Immunsystem ist im Alter geschwächt, eine verkürzte Schutzdauer der FSME-Impfung ist die Folge, 75 Prozent der Erkrankten leiden an Spätfolgen. Die Akzeptanz der FSME-Impfung muss daher bei älteren Personen dringend gestärkt werden.

Leider waren auch im vergangenen Jahr wieder Kleinkinder (bis 6 Jahre) sowie Kinder im Alter  von 7 bis 14 Jahren betroffen.