Wer ist gefährdet?

Freizeitaktivitäten in der Natur sind die häufigste Ursache für eine FSME-Erkrankung.

Viele Menschen verbringen ihre Freizeit zunehmend aktiv im Grünen mit Ausflügen, Wanderungen, oder Sport. Schon bei einem Spaziergang im Park, beim Joggen, Fahrrad fahren oder Fußball spielen kann eine Zecke von einem Grashalm abgestreift werden. Jeder, der sich in der freien Natur oder im eigenen Garten aufhält, ist der Zeckengefahr ausgesetzt. An einer FSME kann man in jedem Alter erkranken: Kinder genauso wie Erwachsene. 

Generation 50 Plus stark betroffen

Die stark gefährdete Generation 50 Plus verzeichnet jährlich mehr als Hälfte der FSME-Fälle. Im Jahr 2011 kamen ca. 50% Prozent aus dieser Altersgruppe. Leider waren auch Kleinkinder sowie Kinder im Alter von 7 bis 14 Jahren betroffen. Traurige Tatsachen, die mit einer zeitgerechten Impfung zu verhindern gewesen wären. 

Im höheren Alter wird das Immunsystem schwächer, der Impfschutz lässt schneller nach und die Erkrankung verläuft meist mit schweren und bleibenden gesundheitlichen Schäden. Aber auch Kinder besitzen keinen "natürlichen Schutz" gegen FSME! Nur die rechtzeitige Impfung kann schützen - vom 1. Lebensjahr bis ins hohe Alter. 

Das FSME-Virus ist über den gesamten europäisch-asiatischen Kontinent verbreitet. Das Risiko an einer FSME zu erkranken, ist in Österreich - in allen Bundesländern - besonders hoch. Jährlich werden neue Infektionsorte registriert, da sich das FSME-Virus ständig weiter verbreitet. Sogar in den Bergen auf ca. 1500 m Seehöhe kam es bereits zu FSME-Infektionen. Es sollte sich daher die gesamte Bevölkerung schützen.  

Häufiger Zeckenbefall schützt nicht vor FSME!

Häufig von Zecken befallen worden zu sein, heißt nicht, gegen die Erkrankung immun zu sein. Ein Zeckenstich ist wie russisches Roulette.

Nicht jede Zecke ist mit dem FSME-Virus infiziert. Sie können aber niemals erkennen, ob eine Zecke infiziert ist oder nicht. Ein Zeckenstich kann zwar auch zu einer „stillen Feiung“ führen, d.h. zu einer FSME-Infektion ohne Erkrankung und damit zu einem Schutz vor einer weiteren FSME. Diese Chance haben aber nur 4  bis 8 Prozent der Bevölkerung! Eine mögliche „stille Feiung“ kann ausschließlich durch eine Blutuntersuchung festgestellt werden.