Häufig gestellte Fragen und Antworten

  • Wir planen unseren Urlaub in Österreich in (konkrete Gebietsnennung) zu verbringen. Gibt es dort überhaupt Zecken? Ist dies ein zeckengefährdetes bzw. sog. Risiko-Gebiet? Wird eine FSME-Impfung empfohlen?

    Die interaktive Verbreitungskarte, die sog. „Zeckenverbreitungskarte“ auf dieser Website, gibt einen guten Überblick über registrierte Endemiegebiete, allerdings mit folgendem Hinweis: - Auf dieser Karte sind nur all jene Gebiete eingezeichnet, in denen es jemals zu einer Infektion durch einen FSME-infizierten Zeckenstich gekommen ist. - die Infektionsorte sind mitunter nicht konkret (wenn überhaupt) lokalisierbar. - jährlich kommen neue Infektionsorte hinzu - die Mobilität darf nicht außer Acht gelassen werden. D.h. man verlässt sehr oft das auf der Zeckenkarte derzeit mitunter noch nicht als Infektionsort bezeichnete Gebiet. Wir bleiben selten auf einen Punkt. Aus diesen Gründen wird in Österreich diese Karte nicht mehr als Entscheidungsgrundlage für oder gegen eine FSME-Impfung herangezogen, da gesamt Österreich als Zeckenendemiegebiet gilt und eine vorsorgende Impfung in jedem Bundesland/Gebiet Österreich empfohlen wird. Die ARGE erhält oft die Anfrage, ob diese oder jene Region in Österreich "gefährdet" ist. Nur wenn diese Region noch nicht als ein bisher bekannter Infektionsort eingetragen ist, heißt dies noch lange nicht, dass dort keine Zecken vorkommen bzw. keine FSME-infizierten. Und wer soll dann die Verantwortung tragen, wenn es gerade in jener Region zu einer Infektion kommt, und es vorab vielleicht sogar eine "Unbedenklichkeitserklärung" gegeben hat? Bei einem kurz bevor stehenden Urlaub ist der Aufbau eines raschen Impfschutzes möglich, wenn die 1. und 2. Teilimpfung innerhalb von 14 Tagen wahrgenommen wird (diese Empfehlung gilt auf Basis des in Österreich gängig verwendeten Impfstoffes der Firma Baxter).

  • Welchen Schutz habe ich nach der 1. Teilimpfung, der 2. Teilimpfung und der 3. Teilimpfung?

    Das ist bei jedem Impfling anders, hängt auch vom verwendeten Impfstoff ab. Man kann davon ausgehen, dass einige Wochen nach der 2. Teilimpfung (Schutz mehr als 90 %) der Geimpfte einen ausreichenden Schutz aufgebaut hat, nach 3. Teilimpfung sind es nahe 100 %. Diese Datenlage basiert auf dem österreichischen Impfstoff der Firma Baxter.

  • Bin ich bereits nach der 2. Teilimpfung ausreichend gegen FSME geschützt?

    Bei den meisten Geimpften baut sich bis etwa 2 Wochen nach der Impfung ein ausreichender Schutz für die jeweilige Saison auf. Für einen dauerhaften Schutz ist aber die 3. Teilimpfung unbedingt notwendig.

  • Wie lange dauert es nach der 2. Teilimpfung bis ein Schutz aufgebaut ist?

    Etwa 2 Wochen.

  • Darf während der Schwangerschaft / Stillzeit eine FSME-Impfung erfolgen?

    Generell können während der Schwangerschaft Impfungen mit Totimpfstoffen durchgeführt werden. Der FSME-Impfstoff der Firma Baxter ist ein Totimpfstoff. Jedoch ist eine Verschiebung der Impfung in das 2. oder 3. Trimenon als generelle Vorsichtsmaßnahme angezeigt, um theoretischen Bedenken zu entgehen. In der Stillperiode sind alle Impfungen – somit auch die FSME-Impfung – möglich.

  • Die FSME-Impfung wird erst ab dem vollendeten 1. Lebensalter empfohlen. Was mache ich vorher? Wie kann ich mein Baby schützen?

    Richtig ist, dass die Impfung ab dem vollendeten 1. Lebensjahr empfohlen wird. Die Impfung kann aber bei strenger Risiko-Nutzen-Abwägung im Einzelfall auch schon ab dem vollendeten 6. Lebensmonat erwogen werden, wenn das Kind einer starken Infektionsgefahr ausgesetzt ist. Es soll vermieden werden, dass ein ungeimpftes Kind direkt in der Wiese krabbelt oder auf eine Decke in die Wiese gelegt wird. Wenn ein Baby gestillt wird und die Mutter geimpft ist, besteht ein Nestschutz für längstens 4 – 5 Monate.

  • Gibt es Studien/Untersuchungen über die - Folgeschäden der FSME-Erkrankung bei Kindern zwischen 0-6 Jahren - Infektionshäufigkeit von Babys und Kleinkindern?

    Es gibt Studien zu FSME-Erkrankungen bei Kindern, die folgenden Schluss zulassen: FSME Erkrankungen, auch mit schweren Verläufen, gibt es in jedem Lebensalter, auch bei ganz kleinen Kindern, der jüngste Patient in Österreich war 3 Wochen alt! Mit zunehmenden Alter der Kinder steigt die Häufigkeit der Infektionen, der Krankheitsverlauf ist in der Regel milder als bei Erwachsenen, es bleiben seltener Spätschäden zurück. Buben sind häufiger betroffen als Mädchen. In Ländern mit niedriger Durchimpfungsrate der Kinder ist die Häufigkeit der Infektionen im Kindesalter wesentlich größer als in Ländern mit einer sehr hohen Durchimpfungsrate wie z.B. in Österreich.

  • Was tun wenn der Kopf beim Entfernen der Zecke drinnen geblieben ist?

    Man sollte gar nichts tun, der Kopf wird nach einigen Tagen von selbst abfallen. Sollte sich die Stelle entzünden, Desinfektionsmittel draufgeben und/oder zum Arzt gehen.